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    Erwachsen werden, Verantwortung und Pflichten übernehmen… — warum sollte uns das
    an lustvollem Vergnügen,
    an der Lebensfreude,
    am Lachen hindern???

  • Kiss

    Alle Lebewesen
    außer den Menschen
    wissen,
    dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht,
    es zu genießen.

    Samuel Butler

Ithaka

Aktualisiert (13. Juni 2010)

Im Vorwort des Buchs »Der Zahir« von Paulo Cohelo fand ich ein Gedicht mit uraltem Ursprung. Es hat mich sehr berührt. Ja, so will ich leben, bis auch ich zu der Insel komme!

Wenn du deine Reise nach Ithaka antrittst,
so hoffe, dass dein Weg lang sei,
reich an Entdeckungen und Erlebnissen.

Die Lästrygonen und die Zyklopen,
den zornigen Poseidon, fürchte sie nicht!
Solche findest du nie auf deinem Weg,
wenn deine Gedanken erhaben bleiben,
wenn erlesene Gefühle deinen Geist und deinen Körper beherrschen.

Den Lästrygonen und den Zyklopen,
dem wilden Poseidon, ihnen wirst du nicht begegnen,
wenn du sie nicht in der Seele trägst,
wenn deine Seele sie nicht vor dich stellt.

Hoffe, dass dein Weg lang sei.
voll Sommermorgen, wenn du,
mit welchem Vergnügen, mit welcher Freude
in bisher unbekannte Häfen einfährst.

Unterbrich deine Fahrt in phönizischen Handlesplätzen,
und erwirb schöne Waren,
Perlmutt, Korallen, Bernstein und Ebenholz,
allerlei berauschende Essenzen,
so viel du magst an berauschenden Essenzen.

Besuche viele ägyptische Städte,
und lerne mehr und mehr von den Gelehrten.

Bewahre stets Ithaka in deinen Gedanken.
Dort anzukommen ist dein Ziel.
Aber beeile dich auf der Reise nicht.
Besser, dass sie lange dauert,
dass du als ein alter Mann erst vor der Insel ankerst,
reich an allem, was du auf dem Weg erworben hast,
ohne die Erwartung, dass Ithaka dir Reichtum schenkt.

Ithaka hat dir eine schöne Reise beschert.
Ohne Ithaka wärst du nicht aufgebrochen.
Jetzt hat es dir nichts mehr zu geben.

Und auch wenn du es arm findest, hat Ithaka
dich nicht enttäuscht. Weise geworden, mit solcher Erfahrung
Begreifst du ja bereits, was Ithakas bedeuten.

Konstantinos Kacafis (1863 — 1933)
(Gefunden im Vorwort des Buchs: Der Zahir von Paulo Coelho)