Vortrag + Diskussion am 07. Februar toller Erfolg!
Aktualisiert (05. März 2011) 09. Februar 2011
Ich berichtete offen über tief prägende Erfahrungen aus meinem Leben und besonders meiner Kindheit und zeigte, wie mich diese bedrückenden Prägungen geradezu in Überforderung, BurnOut und Depression hinein getrieben haben. Davon waren die meisten Zuhörer berührt, fühlten sich aber auch betroffen. Es wurde deutlich, dass solche Prägungen kein „schweres Einzelschicksal” sind, sondern dass sehr viele Menschen derartige Bürden aus ihrer Kindheit mit sich herum schleppen. Und diese Lasten schwächen, sodass Stress schlechter verarbeitet werden kann und um so schneller eine Überlastung daraus wird.
Ich beschränkte mich nicht darauf, lediglich Anregungen zur individuellen Stressbewältigung zu geben und eine kleine Stress-Abbau-Übung einzubauen. So betonte ich, dass auch der gesellschaftliche Zusammenhang z.B. hinsichtlich bedrückender Arbeitsbedingungen einzubeziehen ist. Schließlich will ich in meiner Tätigkeit als Psychologischer Berater und später als Heilpraktiker für Psychotherapie nicht „Menschen reparieren”, damit sie um so schneller wieder in die krankmachenden Arbeitsverhältnisse zurück kehren können und dort erneut durch Arbeitsdruck und Überlastung erkranken.
Wenn jemand durch das Erlernen von Stressbewältigungstechniken widerstandsfähiger geworden ist gegen Überlastung, kann man fast schon darauf warten, dass die Leistungs-Messlatte in den Betrieben so hoch geschraubt wird, dass man auch unter Anwendung dieser Bewältigungstechniken an Überlastung erkrankt. Darin sehe ich einen Missbrauch der Therapie. Deshalb sollten die Betroffenen nicht nur an ihrer Fähigkeit zur Stressbewältigung arbeiten, sondern sich auch aktiv für die Beseitigung von überlastenden und krank machenden Arbeitsbedingungen einsetzen, um ihre Gesundheit zu erhalten. Diese Sichtweise wird inzwischen von immer mehr Ärzten, Psychotherapeuten, Pädagogen und Sozialarbeitern eingenommen und äußert sich z.B. seit Sommer 2010 auch auf der Website www.psychosoziale-lage.de
Ich bedanke mich hiermit sehr für die öffentliche Bekanntmachung dieser Veranstaltung durch die Presse,
den Schwarzwälder Boten hier, im Veranstaltungskalender und hier, der Stadtanzeiger Ausgabe vom 02. 02. in seinem Freizeitplaner Seite 15 und die NRWZ im Veranstaltungskalender sowie Online hier.
Ohne diese Bekanntmachungen wäre der Erfolg nicht derart groß gewesen, denn die Möglichkeiten, die Veranstaltungen des Arbeitskreises auf andere Weise bekannt zu machen, sind aufgrund der begrenzten finanziellen Mittel sehr gering.
Mein Dank geht daher auch an die Waldorfschule Rottweil, die Spagyros-Apotheke, Königstr. 10 und die Doc Morris Apotheke, Heerstr. 42, den Weltladen, die Buchhandlung Kolb und die VHS Rottweil, die unsere Poster zur Ankündigung der Veranstaltung ausgehängt haben.
| < Zurück | Weiter > |
|---|
Archiv - ältere Beiträge##Noch mal etwas von füher nachlesen?::Hier können Sie fündig werden.