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gesSso-Diskussions-Vortrag voller Erfolg

Aktualisiert (26. Juli 2010) 01. Dezember 2009

Die große Offenheit, in der ich die Zuhörer an meinen Erfahrungen teilhaben ließ, weckten Teilnahme und Berührung, zugleich aber auch ein tieferes Verständnis für diese Art von psychischen Problemen. Die Sichtweise, dass Depression fast immer die Auswirkung davon ist, dass Menschen ihre Bedürfnisse nicht erfüllen können oder wollen, war für viele neu. Es muss darum gehen, die Ursachen zu finden und zu beseitigen, durch die die Betroffenen an der Wahrnehmung ihrer Gefühle und der Erfüllung ihrer Bedürfnisse gehindert sind.
Einige Teilnehmer konnten meine Erfahrungen aufgrund eigener Erlebnisse bestätigen. Hierzu gehörte auch, dass Wartezeiten von bis zu 12 Monate auf einen Therapieplatz üblich sind — untragbar für Menschen in seelischer Notlage.

Es gab aber auch lustige Momente, z.B. als ich über die Merkwürdigkeiten sprach, die ich auf dem Weg durch unser eigenartiges Gesundheitswesen erlebt hatte.

In der Diskussion äußerten Teilnehmer, dass es in Rottweil bisher keine spezielle Selbsthilfeangebote zu diesem Themenbereich gibt, ein Angebot direkt vor Ort aber dringend nötig ist. Gerade in der Situation, wo Menschen noch nicht bereit sind, einen Therapeuten aufzusuchen, sollte es endlich „niedrigschwellige” Angebote geben. So kam es, dass ich auch über meine Erfahrungen in der Arbeit in Selbsthilfegruppen sprach, das Für und Wider aufzeigen konnte und einige gesSso-Angebote als selbsthilfeähnliche Gruppen kurz vorstellen durfte.

Das Interesse war derart groß, dass ich die Veranstaltung nicht wie geplant, um 21:30 Uhr beendete, sondern bis 22:00 Uhr fortsetzte. Allerdings zeigten sich dann doch bei vielen Teilnehmern und bei mir selbst Ermüdungserscheinungen.

Ich habe mich riesig über das Interesse und das engagierte Mitmachen der Zuhörer in der Diskussion gefreut!