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Therapeuten-Protest gegen Afghanistan-Einsatz

Aktualisiert (15. Juli 2010)

September 2009 — Deutsches Ärzteblatt
Unter der Führung der Ärzteorganisation IPPNW – International Physicians for the Prevention of Nuclear War – lehnten Psychotherapeuten und Ärzte die Forderung der Bundeswehr ab, sich an der Behandlung von traumatisierten Soldaten zu beteiligen. Die Bundeswehr hatte nach qualifizierten, externen Psychotherapeuten gesucht, die Soldaten aus Afghanistan-Einsätzen behandeln. Der Krieg verursache zunehmend bei deutschen Soldaten eine posttraumatische Belastungsstörung. Ärzte und Therapeuten kritisieren, dass die Politik glaube, „ein posttraumatisches Belastungssyndrom lasse sich per Psychotherapie dauerhaft beheben“. Doch in einer erfolgreichen Therapie, soll man zwischen Aggressor und Opfer unterscheiden. Eine rein symptomatische Behandlung ohne kausalen Ansatz richte sich nicht nach den Vorstellungen der Therapeuten: „Therapie ohne kritische Hinterfragung des politisch-militärischen Kontextes ist mit unserem Verständnis psychotherapeutischer Arbeit nicht vereinbar.“

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