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Senioren: zu oft Pillen statt Therapie

Aktualisiert (15. Juli 2010)

Juni 2010 — Deutsches Ärzteblatt PP
„Psychische Störungen bei älteren Menschen werden oft nicht erkannt und nicht fachgerecht behandelt“, kritisierte der Bundesvorsitzende der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV), Dieter Best.
In diesem Bereich gebe es in Deutschland eine Fehlversorgung: Alte Menschen erhielten von ihren Hausärzten zunehmend Psychopharmaka ohne eine richtige Diagnose und zu selten eine Psychotherapie. „Dabei ist die Psychotherapie auch im Alter absolut wirksam, das ist überhaupt keine Frage“, sagte Best.

Um sowohl Betroffene und ihre Angehörigen als auch Allgemeinmediziner aufzuklären, hat die DPtV zusammen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) die Broschüre „Wenn die Seele krank ist – Psychotherapie im höheren Lebensalter“ erarbeitet und am 21. Mai in Berlin präsentiert. Die Broschüre können Sie hier als PDF-Dokument herunter laden und hier den Artikel des Ärzteblatts als PDF-Dokument.

Meine Meinung: Da gerade ältere Menschen wegen körperlichen Problemen bereits Medikamente einnehmen, halte ich die leichtfertige Ausgabe von Psychopharmaka allein schon wegen der wahrscheinlichen Wechselwirkungen für äußerst problematisch! Und immer noch herrscht das Vorurteil, dass ältere Menschen von Therapie nicht mehr profitieren könnten. Das halte ich für diskriminierend und menschenverachtend!
Gerade für ältere Menschen halte ich Angebote für wichtig, mit denen psychische Gesundheitsvorsorge betrieben wird. Die im Alter zunehmende Suizid-Rate zeigt, dass viele ältere Menschen mit ihrer sich ändernden Lebenssituation nicht zurecht kommen. Man spricht von Altersdepression und Alkoholismus sowie Medikamenten-Missbrauch nehmen ebenfalls im Alter zu. Ich biete speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen angepasste gesSso-Gesprächskreise auch außer Haus an, z.B. in Einrichtungen des Betreuten Wohnen.