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Mahlzeiten mit Familie psychisch wichtig

Aktualisiert (15. Juli 2010)

Mai 2010 — Deutsches Ärzteblat PP
Familienmahlzeiten bieten Schutz vor psychischen Problemen! — Vater, Mutter und Kinder sitzen gemeinsam am Tisch, essen und unterhalten sich – solch eine Idylle gibt es kaum noch. Heutzutage kommt nur jedes dritte Kind regelmäßig in den Genuss, zusammen mit anderen Familienmitgliedern eine oder mehrere Mahlzeiten am Tag einzunehmen. Zwei Drittel der Kinder und Jugendlichen müssen hingegen meistens allein essen, kaufen sich irgendwo etwas Essbares oder lassen Mahlzeiten aus, vor allem das Frühstück. Die Gesundheitsökonomin Bisakha Sen von der University of Alabama stellte anhand einer repräsentativen Langzeitstudie fest, dass gemeinsame Familienmahlzeiten sogar präventiv gegen Verhaltensauffälligkeiten und Devianz wirken. Bei Mädchen verhindern sie beispielsweise Drogenmissbrauch, bei Jungen Alkoholprobleme, Diebstahl, Vandalismus und körperliche Gewalt. Psychologen um Jayne Fulkerson von der University of Minnesota fanden heraus, dass Jugendliche, die regelmäßig – das heißt mindestens fünf- bis siebenmal pro Woche – im Kreis der Familie essen, häufiger frühstücken und sich gesünder ernähren. Sie nehmen zum Beispiel mehr Obst zu sich, als allein essende Gleichaltrige. Zudem weisen diese Jugendlichen seltener depressive Symptome und Übergewicht auf und leiden auch weniger unter der Angst, nichts oder zu wenig zu essen zu bekommen.

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