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Jeder dritte Schüler leidet unter Stress

Aktualisiert (15. Juli 2010)

14. Januar 2010 — Deutsches Ärzteblatt
Hamburg – Jeder dritte Schüler in Deutschland im Alter zwischen zehn und 21 Jahren leidet regelmäßig unter Stress-Symptomen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag der DAK hervor. Betroffen sind dabei vor allem Mädchen, 40 Prozent der Schülerinnen haben laut Studie mehrmals in der Woche psychosomatische Beschwerden.
Die befragten Schüler nannten als häufigste Beschwerden Einschlafprobleme (22 Prozent), Gereiztheit (21 Prozent) sowie Kopf- und Rückenschmerzen (jeweils 16 Prozent). Über Niedergeschlagenheit klagten 14 Prozent der Befragten. Es folgten Nervosität (11 Prozent), Schwindelgefühle (9 Prozent) und Bauchschmerzen (8 Prozent).

Meine Meinung: Wenn ich zynisch wäre, würde ich sagen „In der Schule werden die Schüler offensichtlich realitätsnah an die auf sie zukommende Arbeitswelt gewöhnt.” Tatsächlich erinnern mich diese Zustände aber an Prinzipien der sogenannten Schwarzen Pädagogik, nach der gemäß angeblichem Naturgesetz es ganz richtig ist, dass nur die Stärksten eine Chance haben und die Schwachen sich abfinden müssen oder untergehen. Darüber schreibt auch Alice Miller in ihrem Buch »Du sollst nicht merken«. Ich glaube, dass viele Eltern damit überfordert sind, ihren Kindern den Schulstress zu lindern, zumindest, indem sie ihnen mehr Zuwendung, Verständnis, Vertrauen, Aufmerksamkeit, Anerkennung und Wertschätzung entgegen bringen, statt womöglich den Leistungsdruck und die Überforderung ihrer Kinder mit Drohungen und Sanktionen noch zu verschärfen.