Immer mehr Pillen gegen ADHS
Aktualisiert (15. Juli 2010)
8. Dezember 2009 — Deutsches Ärzteblatt
München – Immer mehr Kinder nehmen Medikamente gegen die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Darauf verweist die DAK aufgrund einer aktuellen Erhebung, welche die Arzneimittelverordnungen an Kindern zwischen sechs und 18 Jahren untersuchte. Demnach erhielten 4,2 Prozent der bei der DAK versicherten Kinder 2008 entweder Methylphenidat oder Atomoxetin. Das entspreche etwa jedem 24. Kind. Dabei werden nach DAK-Angaben Jungen viermal so häufig behandelt wie Mädchen.
Das sei insofern problematisch, als im Zusammenhang mit Methylphenidat Nebenwirkungen wie verstärkte Reizbarkeit, Hypertonie und Wachstumshemmungen bekannt geworden seien. Deshalb habe das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Zulassung jetzt eingeschränkt.
Hier finden Sie später erschienene Beiträge zum Problem der Psychopharmaka bei ADHS:
Beitrag 1 - ADHS-Verordnungen auf dem Vormarsch
Beitrag 2 - Ritalin verändert irreversibel das Gehirn
Meine Meinung: In meinem Focus-Beitrag zu Psychopharmaka bei Depressionen und Verhaltensstörungen habe ich meine Meinung ausführlich beschrieben.
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