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Alkohol, Drogen gegen Traurigkeit

Aktualisiert (15. Juli 2010)

Dezember 2009 — Deutsches Ärzteblatt PP
Ein Gläschen Alkohol in geselliger Runde – für viele Menschen gehört das einfach dazu. Manch einer entspannt sich auch gern bei einem Wein oder Bier nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag. Es gibt aber auch eine Gruppe, die den Alkohol nutzt, um negative Gefühle wegzutrinken. Wer tief ins Glas guckt, um schlechte Stimmungen wie Zorn oder Traurigkeit zu vergessen, scheint anfälliger sowohl für endogene Depressionen als auch für eine Alkoholabhängigkeit zu sein.

Meine Meinung: Hier soll Alkohol als Droge dazu eingesetzt werden, das Gefühlsleben zu regulieren, weil den Betroffenen eine gesunde Beeinflussung und Regulierung ihrer Gefühle nicht möglich ist. Die dauerhafte Benutzung von Alkohol-/Drogen löst natürlich nicht dieses ursächliche Problem, sondern verdeckt es. Dieses Verhalten führt in die Sucht, aus der wieder eine Scham-Problematik entsteht, welche den Selbstwert zerstört und schließlich in Depression mündet. Sofern noch keine Abhängigkeit, keine Sucht entstanden ist, sollte der Betroffene den Ursachen auf den Grund gehen, warum er glaubt, sein Gefühlsleben nicht anders ausbalancieren und steuern zu können. gesSso-Angebote können bei diesem Erkenntnisprozess helfen.