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    außer den Menschen
    wissen,
    dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht,
    es zu genießen.

    Samuel Butler

Arbeitslos: Katastrophe oder Chance

Aktualisiert (06. Juli 2011) 31. August 2009

Sie können Glück haben und zu denjenigen gehören, die einen halbwegs sicheren Job haben, deren Unternehmen faire und menschliche Arbeitsbedingungen schafft. Vielleicht gehören Sie zu den Menschen, die ein sicheres Zukunftsgefühl haben und sich auf Urlaub und über manch andere Annehmlichkeiten des Lebens freuen können. — Aber wenn nicht?

Bitte klicken Sie auf die Überschriften, um den zugehörigen Textabschnitt zu lesen!

Wie fühlt sich das für Sie an?

Wie fühlt es sich an, wenn man als junger Mensch befürchtet, keine berufliche Zukunfts-Chance zu bekommen, trotz Einser-Examen arbeitslos zu sein? Als „ewiger Praktikant” verheizt zu werden? Oder mit Vierzig zu befürchten, dem beruflichen Stress nicht mehr gewachsen zu sein? Oder mit „50-plus” aus dem Arbeitsleben „ausgesondert” zu sein? Oder als 1-Euro-Jobber arbeiten zu müssen? Für viele Menschen entsprechen diese Zustände nicht ihren Bedürfnissen.

1.) Sie sind nicht schuld!

Sie fahren ein Auto? Natürlich haben Sie dafür gesorgt, dass Sie bei Fahrtbeginn fahrtüchtig sind, dass die Reifen und Bremsen in gutem Zustand sind usw.… Sie haben alles Erdenkliche getan, damit Sie sicher zum Ziel kommen. Und dann geraten Sie überraschend auf eine dicke Ölspur. Unmöglich, noch etwas zu retten, schleudern… Totalschaden.
Sie hatten alles getan, was vorbeugend und vorausschauend getan werden konnte! — Und? Geben Sie sich jetzt selbst die Schuld? Hier ist es Pech, Schicksal. Oder Nachlässigkeit anderer.

Was ist mit Ihrem Beruf, Ihrem Arbeitsplatz? Haben Sie da nicht auch alles getan, was vorbeugend und vorausschauend getan werden konnte? Haben Sie nicht „brav” jede geforderte Überstunde geleistet, jeden Nacht- und Wochenenddienst übernommen und jede Fortbildung mitgemacht in der Erwartung, dass Sie wegen Ihrer gezeigten Leistungsbereitschaft und Flexibilität nicht gekündigt werden? Und wenn Sie dennoch arbeitslos werden, warum sollten Sie sich selbst dafür die Schuld geben, oder sich dafür verantwortlich fühlen? Und wider besseres Wissen geben sich dennoch viele arbeitslos gewordene Menschen selbst die Schuld an ihrer Entlassung. Damit schädigen sie ihren Selbstwert und lösen damit eine Fahrkarte ins Abwärts-Karussel der Depression.

In meinem Bekanntenkreis kenne ich niemanden, der sich „auf die faule Haut” oder „in die soziale Hängematte” legen will oder gelegt hätte. (…ganz im Gegensatz zur Meinungsmache in den Medien) Jeder gesunde Mensch hat das Grundbedürfnis, sich selbst und seine Fähigkeiten zu entfalten und diese zu leben. Ein Teil dieses Grundbedürfnisses wird durch Arbeit erfüllt, durch eine Arbeit, die zu diesem Menschen passt, ihm Freude macht und über deren Ergebnisse er sich freuen kann.

Ich meine, es liegt in der Natur unseres weltweit neoliberalistisch ausgerichteten Wirtschaftssystems, dass auf die Erfüllung dieser Grundbedürfnisse keine Rücksicht genommen wird. Ich beobachte seit Langem, dass es statt dessen fast ausschließlich um Profitstreben, Wirtschaftswachstum, Macht und Besitz geht und das Bedürfnis nach sozialer Gerechtigkeit, Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle Menschen ständig massiv verletzt wird.
Es ist die internationale Hochfinanz, die mit ihrer grenzenlosen Gier nach Macht und Besitz eine gigantische internationale Umverteilung von Arm nach Reich organisiert. Diese Hochfinanz zieht die Marionettenfäden, an denen Politiker, Bankenchefs und Großunternehmen hängen. Mit der Schieflage ganzer Staaten wie Island, Irland, Griechenland, Portugal Spanien usw. wird langsam deutlich, dass mittlerweile ganze Regierungen von der Hochfinanz dazu erpresst werden, die eigenen Landsleute auszupressen, Schulden zu bezahlen, die nur auf dem Papier stehen als rein erfundene Luftbuchungen! Nur in einigen Blogs und unabhängigen Websites im Internt kommt man an diese Informationen und sichere Beweise, die diese Darstellung belegen, denn auch die Medien, die Presse wird von der Hochfinanz manipuliert und gleichgeschaltet.

Nein, ich schreibe hier keinen Aufruf zur Revolution, sondern erkläre Zusammenhänge, damit Sie nicht auf den Gedanken kommen, sich selbst „für alles” die Schuld zu geben! Und im Rahmen meiner Angebote können Sie erfahren, was Sie tun können, um trotz dieser katastrophalen Zustände gesund zu bleiben.

2.) Überbetonung von Arbeit und Leistung führt in Sucht und Depression

Ich habe es lange genug selbst erlebt und viele andere bestätigen es mir: Es gehört zum neoliberalen System dazu, dass wir bereits in der Kindheit, in der Schule und dann in der Berufsausbildung darauf „dressiert” werden, nicht nur „gut”, sondern „besser” zu sein, dass wir nur dann Zuwendung, Wertschätzung und Anerkennung erhalten, wenn wir etwas leisten und dass wir diese Leistung durch Arbeit zu erbringen haben. In „Elite-Kindergärten” quält man 3-jährige Kleinkinder mit Englisch oder Chinesisch, obwohl die natürliche Entwicklungspsychologie dem entgegen steht und massive Schäden durch Entwicklungsstörungen auf anderen Gebieten absehbar sind.
Aus der deutschen „braunen Vergangenheit” und aus der „schwarzen Pädagogik” spuken auch heute noch (oder schon wieder?) Leitbilder herum wie:

  • Wer nicht arbeitet, soll nicht essen.
  • Wer nichts leistet, ist auch nichts.
  • Hast du was, dann bist du was.

Sie meinen, das sei übertrieben? In der Stuttgarter Rosenstein-Schule misshandelt eine in ihrem Verhalten völlig durchgeknallte Schulleiterin per Schulordnung die Schüler durch eine extrem rigide unterdrückerische Herrschaft! Beispiel: Wer im Unterricht unkontrolliert lacht, erhält drastische Strafen! Wird diese Schulleiterin die evtl. anfallenden Therapiekosten bezahlen, um die psychischen Schäden der Kinder zu heilen, für deren Wohlergehen und Entwicklung sie eigentlich hätte sorgen müssen?

Die Manipulation mit der Erfüllung von  Grundbedürfnissen, hier durch Arbeit und Leistung: Ich meine: Das neoliberale System missbraucht das gesunde Streben der Menschen nach Erfüllung ihrer Grundbedürfnisse nach Akzeptanz, Anerkennung, Wertschätzung, Zuneigung, indem es verspricht, diese Grundbedürfnisse zu erfüllen, wenn man Wohlverhalten zeigt und gute Leistungen bringt.
Ich finde, das System manipuliert, indem es sagt: Wenn Sie das Gefühl haben, nicht genug wertgeschätzt und anerkannt zu werden, liegt dies ausschließlich an Ihnen selbst! Daran sind Sie selbst schuld! Sie selbst tragen für sich und Ihren Erfolg die Verantwortung: Sie müssen sich eben noch mehr anstrengen und noch mehr Arbeit und Leistung bringen.
Die scheinbare Erfüllung von Grundbedürfnissen durch Ersatz-Handlungen führt zu psychischen Leiden und kann in die Sucht führen! Denn die Ersatz-Handlung (noch mehr Arbeit und Leistung) kann das Grundbedürfnis (nach Zuwendung, Wertschätzung und Anerkennung) nicht erfüllen. Jeder, der in diesem Denksystem gefangen ist, glaubt aber, durch „noch mehr davon” (Arbeit und Leistung) doch noch sein Bedürfnis erfüllt zu bekommen. Genau dieses „noch mehr davon” ist das Grundprinzip von Sucht.

Die Manipulation mit der Erfüllung von  Grundbedürfnissen, hier durch Geld und Konsum: Arbeit und Leistung wird durch Geld entlohnt. Die Mehrheit der Menschen in Deutschland erhalten gerade so viel Geld, dass es für den Lebensunterhalt und einen bescheidenen Wohlstand / Luxus ausreicht. Um die menschen zu noch mehr Leistung anzustacheln, manipuliert die Werbung mit Botschaften, dass nur derjenige, der das imposanteste Fahrzeug, die neuste Mode, das ultra-modernste Handy, die beste Figur hat, die nötige Zuwendung, Anerkennung, Beachtung und Bewunderung anderer erhält und dadurch im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens steht.
Aber die menschlichen Fähigkeiten, die nötig sind, auf gesunde Weise am gesellschaftlichen Leben teil zu haben, die werden zu wenig entwickelt. Da hat die Wirtschaft wenig Interesse dran: Denn gerade, weil diese Fähigkeiten kaum entwickelt werden, entsteht in vielen Menschen dieser gewaltige Schmerz aus der Sehnsucht nach Erfüllung dieser Bedürfnisse. Und das macht die Menschen abhängig und manipulierbar, sich die Bedürfnisse durch Konsum schein-zubefriedigen.

Wer aber nicht die nötigen Geldmittel hat, an der Schein-Befriedigung seiner Bedürfnisse durch Konsum teilzunehmen, der ist scheinbar „draußen”, ausgeschlossen. Und niemand will einsam und isoliert sein, denn sozialer Kontakt ist ein Grundbedürfnis, das erfüllt werden will, wenn man gesund bleiben möchte. Die Angst vor dem Leid, einsam, allein und missachtet zu sein, ist ein gewaltiger Antreiber. Dieser Antreiber treibt die Menschen an, immer mehr zu arbeiten, um das nötige Geld zu erwirtschaften, um „in der Gesellschaft mitspielen zu dürfen”.
Um noch mehr und vor allem noch schneller „mitspielen zu dürfen”, werden Konsumentenkredite vergeben. Und nun muss man nicht nur für den Konsum, sondern auch noch für die Zinsen schuften. Statt der versprochenen wunderbaren Freiheit, von anderen wegen des Wohlstandes bewundert und anerkannt zu werden, hat man dazu kaum noch Zeit, denn man muss ja arbeiten, um die Kredite tilgen zu können. Viele haben sich auf diese Weise bereits vollständig versklavt. Nutznießer sind nur die Banken und die Unternehmen, die die zusätzliche Ware verkaufen konnten.

Die Manipulation mit Schuldgefühlen beim Verlust des Arbeitsplatzes: Ich meine: Die Perversion des neoliberalen Systems geht noch weiter und manipuliert Sie mit Angst- und Schuldgefühlen: Wie schon gerade erwähnt, sollen Sie ja angeblich selbst „Schuld sein”, wenn es Ihnen nicht gelingt, durch Arbeit und gute Leistung zur Erfüllung Ihres Grundbedürfnisses nach Akzeptanz, Anerkennung und Wertschätzung zu kommen. Und erst Recht sollen Sie angeblich selbst daran „Schuld sein”, wenn Sie Ihren Arbeitsplatz verlieren. Dabei wird das weit verbreitete Vorurteil ausgenutzt, dass nur dann jemand seinen Arbeitsplatz verliert, wenn man sich wirklich etwas hat „zu Schulden” kommen lassen.
Dass jemand anders verantwortlich dafür sein könnte, dass Sie Ihren Arbeitsplatz verlieren oder dass man sie nicht mehr einstellen möchte, das wird dabei verschwiegen. Das heißt aber nichts anderes, als dass man von Ihnen verlangt, Verantwortung für etwas zu übernehmen, das gar nicht in Ihrer Macht und Ihrem Einflussbereich liegt!
Weil niemand Schuldgefühle haben will (denn Schuldgefühle drücken auf den Selbstwert) und weil die Angst so groß ist, durch Verlust des Arbeitsplatzes ausgegrenzt zu werden vom Miteinander unter Kollegen und in der Gesellschaft und ausgeschlossen von der Chance, seine Grundbedürfnisse erfüllen zu können, entsteht ein unglaublich starker Druck auf die Menschen, die Vorgaben des Systems zu erfüllen.

Die Manipulation mit Angst: Angst ist ein gewaltiger Antreiber im neoliberalen System und der Gegenspieler zum Grundbedürfnis nach Sicherheit. Jeder Mensch möchte Sicherheit. Ohne Sicherheit kann man die Zukunft schlecht planen, mag man keine Familie gründen und Kinder zeugen oder Häuser bauen. Unsere Kultur beruht unter anderem auf einem bestimmten Wohlstands- und Komfortniveau. Daran kann nur derjenige teilhaben, der die zugehörigen Leistungen, wie Miete, Nebenkosten, Auto, Lebensmittel usw. bezahlen kann.
Wer den Arbeitsplatz verliert, für den ist —spätestens nach Einführung der Hartz-Gesetze— dieses Niveau in akuter Gefahr. Also lautet die Botschaft des Systems an Sie: Sorgen Sie durch überragende Leistung, durch Engagement und hervorragende Arbeitsergebnisse dazu, dass Sie Ihren Arbeitsplatz behalten oder besser, dass Sie aufsteigen und Karriere machen. Und heuchlerisch wird ergänzt: Jeder ist seines Glückes Schmied. — Womit erneut Ihnen sämtliche Verantwortung zugeschoben wird. (Dabei können Sie Verantwortung doch nur für das übernehmen und tragen, was bedingungslos in Ihrer Macht und Beeinflussbarkeit steht!)

Wie oben gezeigt, können Grundbedürfnisse nicht durch Ersatzhandlungen (= dysfunktionale Verhaltensweisen) erfüllt werden. Wenn Menschen verlernen, wie sie ihre Grundbedürfnisse auf natürliche Weise erfüllen können und dass sie nur noch die (nicht funktionierende) Ersatzhandlung kennen, ist es wahrscheinlich, dass sie psychisch leiden, weil sie ihre Grundbedürfnisse letztlich unterdrücken. Die andauernde Unterdrückung von Grundbedürfnissen und den zugehörigen Gefühlen führt meist in die Depression. Kein Wunder, dass die Anzahl der an Depression leidenden Menschen in Deutschland in den letzten Jahren extrem angestiegen ist.

Es gäbe noch viel mehr dazu zu sagen. Aber schon die Ausführungen bis hierher beweisen genügend: Das bestehende System fördert aktiv das psychische Leid von Menschen! Es greift den Selbstwert an, treibt Menschen in die Arbeitssucht und in die Depression!

3.) Die Lüge von der Schaffung von Arbeitsplätzen

Es ist sehr einfach: Es gibt und es gab nie Vollbeschäftigung — Wie wir in den vorigen Punkten gesehen haben, gehört Lüge und Manipulation zum System. So wird ständig behauptet, dass Arbeitsplätze nur dann entstehen können, wenn es der Wirtschaft gut geht. In der Fernsehsendung Hart aber Fair vom 26. August 2009 (inzwischen aus dem Internet gelöscht) wurde bestätigt, dass nach Angaben der Deutschen Bundesbank die Unternehmensgewinne nach Steuern in Deutschland vom Jahr 2004 bis 2007 um 61% gestiegen sind, die Reallöhne von 2004 bis 2008 aber um 4% gesunken sind. Demnach müsste es jetzt Arbeitsplätze in Hülle und Fülle geben. Das Gegenteil ist der Fall.

Auch hier wird deutlich: Es liegt nicht an Ihnen, wenn Sie arbeitslos werden. Sie sind „nicht schuld” und nicht „schuldig”! Es ist vom System so gewollt. Es ist gewollt, dass ein Heer niedrig-entlohnter und jederzeit arbeitswilliger Menschen beliebig verfügbar ist,

  • als Lohndrücker,
  • als Angstkulisse für die, die noch Arbeit haben,
  • als ausgegrenzte Randgruppe, der man die Schuld an Missständen zuschieben kann.

Und was können Sie dagegen unternehmen? — Sie können sich aus den Lügen des herrschenden Systems lösen und sich selbst aus dem Denk-Gefängnis befreien, das man Ihnen in den Kopf manipuliert und möglicher Weise auch anerzogen hat:

Vorsorgen durch Lernen, mit den Gegebenheiten positiv umzugehen

Wir können das System nicht direkt ändern und die Politik nur über Stimmzettel sehr wage beeinflussen. Damit müssen wir uns wohl abfinden. Es ist Realität und wir haben darin keine Wahl. (Beachten Sie hierzu auch den „Gelassenheitsspruch”)
Aber wir haben die freie Wahl, wie wir mit diesen Zuständen umgehen, wie wir ihnen begegnen und wie wir sie persönlich bewältigen können! Das haben leider sehr viele Menschen nicht gelernt. — Sie können es aber jederzeit lernen. Zum Beispiel bei gesSso.

  • Wir können z.B. erkennen, dass wir bereits durch die Tatsache unserer Geburt ihren Wert haben. Und dass uns diesen Wert niemand nehmen kann, kein Arbeitgeber, kein Jobcenter und kein Wirtschaftssystem.
  • Wir können z.B. entdecken, dass wir bereits so, wie wir sind, gut sind. Unabhängig von geistiger oder körperlicher Leistungsfähigkeit, von Schönheit und Alter.
  • Wir können z.B. lernen, unsere innere Haltung, unsere Erwartung und Einstellung den äußeren Geschehnissen gegenüber zu ändern. Dies gelingt uns umso besser, je mehr wir in den ersten beiden Punkten fortgeschritten sind.
Macht Sie das neugierig? — Kommen Sie doch bei einem der Einführungs-Abende, dem gesSso-Info, oder schauen Sie sich die Angebote an!