
Kinder lachen
bis zu 400 mal pro Tag.
Nur noch 20 mal
täglich lachen Erwachsene!
Tote lachen
gar nicht mehr…-

Welch furchtbare Dinge geschehen beim Erwachsen-Werden,
wenn wir dabei sogar unser Lachen verlernen??? 
Erwachsen werden, Verantwortung und Pflichten übernehmen… — warum sollte uns das
an lustvollem Vergnügen,
an der Lebensfreude,
am Lachen hindern???
Alle Lebewesen
außer den Menschen
wissen,
dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht,
es zu genießen.Samuel Butler
Vergiftete Kindheit
Aktualisiert (01. Juli 2011)
Vom Mißbrauch elterlicher Macht und seinen Folgen
von Susan Forward (Autor), Annette Charpentier (Übersetzer)
Taschenbuch: 320 Seiten; Verlag: Goldmann Verlag (1. April 1993); ISBN-13: 978-3442124428; 8,00 EUR
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Dieses Buch sehe ich fast schon als Gegenstück zum Buch »Auf der Suche nach dem verlorenen Glück«. Mit zahlreichen Beispielen aus ihrer Praxis als Psychotherapeutin zeigt die Autorin, wie leicht es geschieht, dass Eltern die Kindheit ihrer Kinder zum Albtraum machen, sogar mit den besten Absichten. Die Spannweite dieser Albträume reicht von psychischer bis körperlicher Gewalt, von emotionalem bis zum sexuellen Missbrauch.
Sie zeigt aber auch Möglichkeiten der therapeutischen Aufarbeitung solcher Misshandlungen auf — bis dahin, dass Betroffene ihren Eltern wieder neu begegnen können. (Inzwischen stehen durch die neu entwickelte Schematherapie bessere Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, die zu Lebzeiten der Autorin noch nicht existierten. Therapiemöglichkeiten werden in diesen beiden Buchempfehlungen besprochen: »Raus aus den Lebensfallen« und »Sein Leben neu erfinden«.)
Ich finde, das Buch ist sowohl für Eltern geeignet, weil Eltern ihren eigenen Kindern meist das weiter geben, was sie von ihren Eltern einst selbst erfahren haben, selbst dann, wenn diese Erfahrungen eigentlich eher negativ waren.
Vom Missbrauch betroffene Kinder neigen oft dazu, den Missbrauch zu verharmlosen und das Verhalten der Täter zu rechtfertigen. Das Buch kann ihnen helfen, ihren eigenen Wahrnehmungen und Gefühlen mehr zu vertrauen und sich Dritten anzuvertrauen, um Hilfe zu erhalten.
Vom Missbrauch betroffene Erwachsene können sich erinnern, dass es nichts zu verharmlosen und beschönigen gibt. Die Erinnerungen an die erlittenen Misshandlungen, die oft verdrängt werden, können bei einer Therapie helfen, um die Folgen der Misshandlungen zu mildern.
Weitere Meinungen aus meinem Bekanntenkreis dazu:
Dieses Buch richtet sich vorwiegend an Erwachsene, die in ihrer Kindheit Opfer von emotionalem / menschlichem Versagen ihrer Eltern wurden.Je nach dem Grad der Verletzungen und der Persönlichkeit des Lesers kann das Buch im Sinne einer Biblio-Therapie oder Psycho-Edukation genutzt oder als Einstieg für eine weitere Aufarbeitung mit professioneller Hilfe verwendet werden.
Besondere Bedeutung hat dieses Buch aber für Eltern, die sich vornehmen und bemühen, ihre Kinder liebevoll beim Aufwachsen zu begleiten und dabei die Fehler, die ihre Eltern gemacht hatten, nicht zu wiederholen.Es ist erschreckend, wie leicht es auch bei größter Sorgfalt passieren kann, seine Kinder zu „vergiften”: „Nur weil Du es nicht so gemeint hast, heißt nicht, dass es nicht weh tut.”
Das Buch ist ohne falsche Wehleidigkeit und ohne Esoterik geschrieben, eine echte Wohltat in diesem Themenfeld.
Susan Forward spricht von „giftigen” Eltern, wenn diese ihre Kindern ständig psychische und körperliche Gewalt zufügten oder die ihre Launen an ihren Kindern ausliessen, Eltern, die aufgrund ihrer Berufstätigkeit selten zu Hause waren, Eltern die sich an die Kinder klammern usw.
Es geht hier um Eltern, die das wiederholen, was sie wiederum von ihren Eltern gelernt haben. Es werden alle Facetten dargestellt, die in solch einem elterlichen Machtspiel entstehen können: Von kleinen Sticheleien, die sich im Kind festsetzen, über den Gebrauch von Drogen im Elternhaus (z.B. Alkohol) bis zum sexuellen Missbrauch. Susan Forward beschreibt sehr viele Beispiele aus Ihrer Praxis als Therapeutin.
Das Buch zeigt auch Wege auf, wie man seinen Eltern neu begegnen und sich von ihren Taten distanzieren kann. Aber es stellt auch ganz klar heraus, dass es nicht sinnvoll ist zu erwarten, dass sich die Eltern noch ändern werden.
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